Verkaufsdaten lokal speichern statt Cloud

von Oliver Hamann
Verkaufsdaten lokal speichern statt Cloud

Häufige Fragen

Welche Daten sieht ein Cloud-Repricer von meinem Amazon-Geschäft?
Ein Cloud-Repricer benötigt Zugriff auf Ihre kompletten Amazon-Verkaufsdaten: Artikelstammdaten, aktuelle Preise, Konkurrenzpreise, Lagerbestände, Verkaufshistorie und oft auch Ihre Kalkulationen und Margen. Technisch hat der Anbieter vollen Einblick in Ihr Geschäft - er muss ja Preise berechnen können.
Können Cloud-Anbieter meine Daten weitergeben oder verkaufen?
Rechtlich sind sie durch die DSGVO und den Auftragsverarbeitungsvertrag gebunden. Aber: Sie haben keine technische Kontrolle darüber, was mit Ihren Daten passiert. Bei unseriösen Anbietern, bei Firmenübernahmen oder Serverstandorten außerhalb der EU kann es Grauzonen geben.
Was passiert mit meinen Daten, wenn der Cloud-Anbieter gehackt wird?
Dann liegen Ihre Verkaufsdaten, Strategien und Zugangsinformationen potenziell offen. Amazon-Zugangsdaten sind besonders kritisch - im schlimmsten Fall übernimmt jemand Ihr Seller-Konto. Bei lokaler Datenhaltung ist Ihr Risiko auf Ihren eigenen PC begrenzt.
Brauche ich bei lokaler Software einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)?
Nein. Wenn die Software ausschließlich auf Ihrem PC läuft und der Anbieter keinen Zugriff auf Ihre Daten hat, wird er nicht zum Auftragsverarbeiter im Sinne der DSGVO. Sie bleiben alleiniger Verantwortlicher - das spart Compliance-Aufwand.
Kann ich bei Desktop-Software meine Daten selbst sichern?
Ja. Bei lokaler Datenhaltung liegen alle Projektdateien auf Ihrem PC. Sie können Backups anlegen, alte Versionen archivieren und haben jederzeit vollen Zugriff - unabhängig vom Software-Anbieter oder dessen Serververfügbarkeit.