Amazon Repricer mit Seller Central verbinden
Ein Repricer hilft nur, wenn er an Ihr Amazon-Konto angebunden ist - und genau diese Anbindung schreckt viele ab, weil sie technisch klingt. Ist sie aber nicht: Sie autorisieren die Software einmal in Ihrem Seller Central über die SP-API, erteilen ihr die nötigen Rechte, und danach läuft der Datenaustausch von allein. Kein Passwort wandert dabei an den Anbieter, keine Programmierung ist nötig. Es geht hier rein um die technische Anbindung, nicht um Preisregeln - die kommen danach.
Voraussetzungen: professionelles Verkäuferkonto und SP-API
Zwei Dinge müssen stehen. Erstens ein professionelles Verkäuferkonto bei Amazon. Mit dem Einzelkonto, das pro Verkauf abrechnet, funktioniert die Anbindung von Drittsoftware nicht - der Zugang zur SP-API setzt den professionellen Tarif voraus.
Welchen Tarif Sie haben, sehen Sie im Seller Central unter den Kontoeinstellungen: Der professionelle Tarif läuft über eine feste Monatsgebühr, das Einzelkonto rechnet pro verkauftem Artikel ab. Wer ernsthaft mit Repricing anfängt, ist auf dem professionellen Tarif ohnehin richtig.
Zweitens die SP-API selbst, Amazons aktuelle Schnittstelle für Verkäufer-Anwendungen. Sie hat die ältere MWS-Schnittstelle abgelöst. Wer noch mit einem alten MWS-Token arbeitet, sollte ohnehin auf die SP-API wechseln. Mehr braucht es an Vorbereitung nicht - keine Server, keine eigene Entwicklung, kein technisches Vorwissen über die Schnittstelle hinaus.
Repricer in Seller Central autorisieren
Die Autorisierung läuft an einer zentralen Stelle: Seller Central, Menüpunkt Partner-Netzwerk beziehungsweise Apps und Dienste. Dort finden Sie entweder die App des Repricer-Anbieters direkt oder folgen einem Autorisierungslink, den der Anbieter Ihnen gibt.
Amazon zeigt Ihnen dann eine Übersicht der Berechtigungen, die die Anwendung anfragt, und Sie bestätigen die Freigabe. Technisch entsteht dabei ein Refresh-Token - der Schlüssel, mit dem der Repricer künftig in Ihrem Namen Daten abruft und Preise setzt. Wie dieser Token konkret erzeugt und in die Software eingetragen wird, zeigt die Anleitung zum SP-API-Refresh-Token Schritt für Schritt.
Der Ablauf ähnelt dem, was Sie von Anmelden-über-Amazon-Buttons kennen: Sie werden auf eine Amazon-Seite geleitet, sehen dort die angefragten Rechte, bestätigen und landen zurück beim Anbieter - jetzt verbunden. Ihr Amazon-Passwort geben Sie dabei nie heraus. Die Freigabe läuft komplett über Amazons eigene Autorisierung, der Repricer bekommt am Ende einen Token, keine Anmeldedaten.
Welche Rechte ein Repricer braucht - und welche nicht
Ein Repricer kommt mit wenigen Berechtigungen aus: Produkt- und Angebotsdaten lesen, Preise schreiben, Lagerbestände sehen. Das reicht für seine Aufgabe.
Manche Anwendungen fragen aber breitere Rechte ab, als sie brauchen - Zugriff auf Bestellungen, Kundendaten, Auszahlungen. Je weniger eine App darf, desto kleiner der Schaden, wenn ihr Zugang einmal kompromittiert wird. Sehen Sie im Autorisierungsschritt nach, welche Bereiche angefragt werden, und stutzen Sie, was nichts mit Repricing zu tun hat. Ein Beispiel für zu breit: Fragt eine App Lese- und Schreibrecht auf Bestellungen ab, obwohl sie nur Preise setzen soll, hat das mit ihrer Aufgabe nichts zu tun - solche Rechte dürfen Sie hinterfragen, bevor Sie bestätigen. Welche Risiken an den erteilten Rechten hängen, vertieft der Beitrag dazu, Amazon-Zugangsdaten sicher zu verwalten.
Erste Synchronisation prüfen
Nach der Freigabe zieht der Repricer Ihr Sortiment das erste Mal von Amazon - ASINs, aktuelle Preise, Konkurrenzangebote. Bei einem kleinen Sortiment dauert das Minuten, bei mehreren Tausend Artikeln kann der erste vollständige Abgleich eine Weile laufen.
Kontrollieren Sie danach zwei Dinge, bevor Sie irgendetwas scharf schalten. Ist das Sortiment vollständig angekommen, stehen also alle erwarteten Artikel in der Software? Und stimmen die eingelesenen Preise mit dem überein, was im Seller Central steht? Fehlt die Hälfte der Artikel oder weichen die Preise ab, hakt die Verbindung - dann lohnt kein weiterer Schritt, bevor das sitzt.
Häufigste Ursache für ein unvollständiges Bild ist ein noch nicht abgeschlossener erster Abgleich - warten Sie ihn ganz ab, bevor Sie urteilen. Bleiben Artikel danach dauerhaft leer, fehlt der App oft die Leseberechtigung für die betreffende Produktkategorie, oder die ASINs sind in Ihrem Konto inaktiv. Erst wenn der Abgleich sauber durchläuft, geht es an die eigentlichen Repricing-Regeln und den ersten Preislauf.
Was ein Repricer in Ihrem Konto sehen kann
Über die erteilten Berechtigungen sieht der Repricer genau das, was Sie freigegeben haben - im Normalfall Ihre Angebote, Preise und Bestände. Hat er breitere Rechte, kann er je nach Freigabe auch Bestellungen oder Auszahlungsdaten einsehen. Deshalb lohnt der genaue Blick auf die angefragten Rechte im Autorisierungsschritt.
Nicht sehen kann er, was Sie ihm nicht geben. Ihr Amazon-Passwort kennt er ohnehin nicht, und über die reine Preis-Berechtigung kommt er nicht an Bankdaten oder Kundenadressen. Diese Sichtbarkeit richtet sich allein nach den SP-API-Rechten, die Sie erteilt haben - unabhängig davon, ob der Repricer in der Cloud oder lokal läuft. Bei einem lokal laufenden Repricer bleibt zusätzlich Ihre Kalkulation - Einkaufspreise, Mindestpreise, Margen - ganz außen vor, weil diese Zahlen gar nicht erst zu Amazon oder einem Anbieter-Server wandern.
Repricer-Verbindung wieder trennen
Die Anbindung ist nicht endgültig. In Seller Central unter Benutzerverwaltung, Bereich Entwickler-Anwendungen, sehen Sie jede autorisierte App und können den Zugriff mit einem Klick entziehen. Der Token wird ungültig, der Repricer kommt nicht mehr an Ihre Daten.
Ein Punkt, den viele übersehen: Wenn Sie den Anbieter wechseln, entziehen Sie die alte Autorisierung aktiv. Kündigen allein reicht nicht - der Zugang bleibt sonst gültig, auch wenn Sie das Tool längst nicht mehr nutzen. Prüfen Sie bei der Gelegenheit gleich, ob noch alte, vergessene MWS-Token aus der Zeit vor der SP-API in der Liste stehen. Der Entzug wirkt sofort und lässt sich jederzeit rückgängig machen, indem Sie die App erneut autorisieren - ein Test kostet Sie also nichts.
So macht das der PRICEPARSER
Beim PRICEPARSER läuft die Anbindung über denselben offiziellen Weg: Sie erzeugen in Ihrem Seller Central einen SP-API-Refresh-Token und tragen ihn samt Seller-ID in die Software ein. Ein Assistent führt durch die Eingabe, mehr Schritte sind es nicht. Weil der PRICEPARSER lokal auf Ihrem Windows-PC läuft, liegt dieser Token verschlüsselt in Ihrer Projektdatei und verlässt Ihren Rechner nicht - kein Anbieter-Server speichert Ihre Zugangsdaten.
Nach dem ersten Abgleich sehen Sie sofort, ob Sortiment und Preise vollständig eingelesen wurden. Erst danach richten Sie Ihre Regeln ein. Die Lizenz kostet fest ab 19 Euro zzgl. MwSt. pro Monat, unabhängig vom Umsatz. Testen Sie den PRICEPARSER 14 Tage kostenlos und binden Sie Ihr Seller-Konto ohne Risiko einmal an.
Häufige Fragen
Muss ich den Repricer bei jedem Amazon-Marktplatz einzeln autorisieren?
Kann ich mehrere Repricer gleichzeitig mit Seller Central verbinden?
Sieht Amazon, dass ich einen Repricer einsetze?
Bleibt die Anbindung bestehen, wenn ich mein Amazon-Passwort ändere?
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