Repricing-Kosten pro Artikel berechnen
Eine Repricing-Lizenz kostet im Monat vielleicht 50 Euro, vielleicht 200. Aus der reinen Monatsgebühr lässt sich aber nicht ablesen, ob die Software wirtschaftlich arbeitet. Dafür brauchen Sie die Kosten pro verkauftem Artikel: die Monatskosten geteilt durch die Zahl der Verkäufe. Diese Kennzahl sagt Ihnen, was jeder einzelne Preisabgleich kostet, und erst damit lässt sich Repricing gegen Ihre Marge rechnen. Genau das verschleiert die beliebte Abrechnung nach Umsatzprozent.
Repricing-Kosten pro Artikel berechnen: die Formel
Die Rechnung ist simpel:
Monatliche Softwarekosten / Anzahl verkaufter Artikel im Monat = Kosten pro verkauftem Artikel
Bei einer Festpreis-Lizenz von 50 Euro und 1.000 verkauften Artikeln sind das 0,05 Euro je Verkauf. Bei einer Umsatzbeteiligung rechnen Sie anders: Prozentsatz mal Durchschnittspreis. Ein Prozent von 30 Euro Durchschnittspreis macht 0,30 Euro je Verkauf, bei 100 Euro Durchschnittspreis schon 1,00 Euro.
Und damit liegt der Unterschied offen. Beim Festpreis kostet jeder Preisabgleich gleich viel, egal ob der Artikel 10 oder 500 Euro kostet. Die Software ändert einen Preis, der Aufwand dafür hängt nicht am Verkaufspreis. Bei Umsatzbeteiligung zahlen Sie für den teureren Artikel das Vielfache, obwohl dieselbe Funktion läuft.
Festpreis oder Umsatzbeteiligung: Kosten pro Verkauf im Vergleich
Wie weit die beiden Modelle auseinanderlaufen, hängt vom Volumen ab. Drei typische Händlerprofile:
- Low-Volume (200 Verkäufe/Monat, Ø 40 Euro): Festpreis 50 / 200 = 0,25 Euro je Verkauf, Umsatzbeteiligung 0,40 Euro. Schon hier liegt der Festpreis vorn, Differenz 30 Euro im Monat.
- Mid-Volume (1.500 Verkäufe/Monat, Ø 35 Euro): Festpreis 0,033 Euro, Umsatzbeteiligung 0,35 Euro. Faktor 10, das sind 480 Euro Unterschied pro Monat.
- High-Volume (8.000 Verkäufe/Monat, Ø 25 Euro): Festpreis 0,006 Euro, Umsatzbeteiligung 0,25 Euro. Faktor 40, Differenz 1.920 Euro im Monat.
Der Grund ist immer derselbe: Beim Festpreis sinken die Stückkosten mit jedem zusätzlichen Verkauf. 50 Euro auf 500 Verkäufe sind 0,10 Euro je Artikel, auf 1.000 Verkäufe 0,05 Euro, auf 5.000 Verkäufe 0,01 Euro. Bei Umsatzbeteiligung bleibt der Wert konstant, ein Prozent von 30 Euro sind immer 0,30 Euro, ob Sie 100 oder 10.000 Stück absetzen. Im Saisongeschäft fällt das besonders auf: Wer im Dezember 3.000 statt sonst 800 Artikel verkauft, drückt seine Festpreis-Stückkosten im Spitzenmonat auf ein Viertel, während die Umsatzbeteiligung unverändert bleibt. Wie prozentuale Modelle die Marge dauerhaft angreifen, zeigt der Beitrag zu planbaren Kosten statt Umsatzbeteiligung.
Warum teure Artikel bei Umsatzbeteiligung mehr kosten
Nehmen Sie zwei Produkte mit identischem Aufwand: ein Bestseller-Buch für 15 Euro und einen Profi-Kopfhörer für 300 Euro. Bei einem Prozent Umsatzbeteiligung kostet das Buch 0,15 Euro Repricing, der Kopfhörer 3,00 Euro. Faktor 20, für dieselbe Funktion. Die Software prüft die Konkurrenz, rechnet den neuen Preis, schickt ihn an Amazon, bei beiden Artikeln. Gleicher Algorithmus, gleiche Sekunde Rechenzeit, derselbe Server.
Beim Festpreis kosten beide Artikel 0,05 Euro je Verkauf. Umsatzbeteiligung belohnt eben nicht Leistung, sie koppelt den Preis an den Produktwert. Je hochpreisiger Ihr Sortiment, desto teurer wird ein Modell, das mit “Sie zahlen nur, wenn Sie verkaufen” wirbt.
Repricing-Kosten im Verhältnis zur Marge
Repricing-Kosten gehören in die Artikelkalkulation, neben Amazon-Gebühren, Versand, Einkauf und Lager. Aufschlussreich ist ihr Anteil an der Marge.
Nehmen Sie Elektronik mit 8 Prozent Nettomarge: Bei 200 Euro Verkaufspreis bleiben 16 Euro Marge. Ein Prozent Umsatzbeteiligung sind 2 Euro, also 12,5 Prozent der Marge. Jeder achte Euro Gewinn geht an die Software. Beim Festpreis (50 Euro / 1.500 Verkäufe) liegen die Repricing-Kosten bei 0,033 Euro je Artikel, das sind 0,2 Prozent der Marge. Faktor 60 zwischen beiden Modellen.
Bei Low-Margin-Produkten wird das existenziell. Wer mit 3 bis 5 Prozent Marge im Preiskampf steht, kann sich keine Softwaregebühr von einem Prozent des Umsatzes leisten. 0,03 Euro pro Verkauf dagegen schon.
Versteckte Kosten bei Festpreis-Tarifen
Ein niedriger Festpreis ist nicht automatisch günstig. Manche Anbieter begrenzen die Artikelzahl oder die Zahl der Marktplätze und schalten höhere Tarife frei, sobald Sie wachsen. Aus 30 Euro Grundgebühr werden so schnell 80 Euro, wenn Sie 1.500 Artikel und fünf Marktplätze brauchen, und damit steigt auch die Stückkosten-Quote wieder.
Beim PRICEPARSER gibt es keine Artikel-Obergrenze, alle 11 Marktplätze sind ohne Aufpreis nutzbar. Welche Fallen bei vermeintlich billigen Tarifen sonst noch lauern, zeigt der Überblick zu versteckten Kosten bei Repricing-Tools.
Was ist eine gute Stückkosten-Quote?
So rechnen Sie Ihre eigene Quote: die monatliche Verkaufszahl aus dem Amazon Seller Central ziehen (Berichte, Durchschnitt der letzten drei Monate), die Softwarekosten danebenlegen, dann dividieren. 150 Euro Softwarekosten auf 1.800 Verkäufe ergeben 0,083 Euro je Verkauf.
Zur Einordnung eine Faustregel:
- Unter 0,05 Euro/Artikel: sehr gut, Repricing ist reiner Nebenkostenfaktor.
- 0,05 bis 0,15 Euro/Artikel: vertretbar bei guter Marge.
- 0,15 bis 0,30 Euro/Artikel: grenzwertig, bei Low-Margin-Produkten wird es eng.
- Über 0,30 Euro/Artikel: zu teuer, die Software frisst Marge.
Festpreis-Modelle liegen meist unter 0,05 Euro, außer bei sehr niedrigem Volumen. Bei Umsatzbeteiligung sind 0,20 bis 0,50 Euro typisch. Liegen Sie über 0,15 Euro, lohnt der Blick auf Alternativen. Die grundsätzlichen Modellunterschiede erklärt der Vergleich von Cloud- und Desktop-Repricern für Amazon-Händler.
So macht das der PRICEPARSER
Der PRICEPARSER arbeitet mit fester Monatsgebühr ab 19 Euro zzgl. MwSt., unabhängig von Umsatz und Artikelpreis. Bei 1.000 Verkäufen im Monat sind das 0,019 Euro je Verkauf, bei 5.000 Verkäufen 0,004 Euro, bei 10.000 Verkäufen 0,002 Euro. Je mehr Sie verkaufen, desto günstiger wird jeder einzelne Verkauf.
Keine Artikel-Obergrenze, alle 11 Marktplätze ohne Aufpreis, stündliches Repricing inklusive. Die Software läuft als Windows-Programm auf Ihrem PC, ohne Cloud-Server, ohne Umsatzbeteiligung, ohne Abhängigkeit von fremder Infrastruktur.
Wenn Sie Stückkosten unter fünf Cent pro Verkauf wollen, testen Sie den PRICEPARSER 14 Tage kostenlos.
Häufige Fragen
Lohnt sich Repricing auch bei Artikeln unter 10 Euro?
Wann fährt man mit Umsatzbeteiligung trotzdem besser?
Gehören Amazon-Gebühren in die Stückkosten-Rechnung?
Wie oft sollte ich die Stückkosten neu berechnen?
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